Die Brevetierung findet heute wieder einmal im altehrwürdigen Stadttheater Olten statt. Es ist ein schönes Zeichen, nicht nur, weil Olten die Stadt ist, in der ich zuhause bin. Nein, vor allem auch, weil Olten, als bevölkerungsreichste Stadt im Kanton, mit der Bereitschaft zur Integration der Stadtpolizei in die Kantonspolizei einen mutigen Schritt in Richtung Zukunft getan hat. Es ist nun etwas mehr als ein Jahr her, seit die neue Organisation installiert ist. Aus meiner Sicht ist es sehr gut angelaufen. Aus Bürgerinnen- und Bürgersicht auch. Sie haben nunmehr nur noch eine Ansprechpartnerin und weiterhin zwei Posten, die Sie in Anspruch nehmen können. Nicht nur sicherheitspolitisch, sondern auch ökologisch ist die Integration ein voller Erfolg.

Ansprache an der Brevetierung der Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter in Olten

Der Gesamtleiter der Kabarett-Tage hat mich gebeten, etwas dazu zu sagen, was Satire darf oder soll, und ob es sie heute überhaupt noch braucht. Er hat bei mir also 1. eine Vorlesung und 2. eine Lagebeurteilung bestellt. Zur Definition von Satire: Satire ist eine Kunstform, mit der Zustände, Ereignisse oder Personen kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typisches Stilmittel der Satire ist die Übertreibung. Zur Kunstform: Es ist nicht von Bedeutung, ob der Künstler oder die Künstlerin eine Glatze, einen geschniegelten Scheitel, lange Haare oder einfach eine besondere Frisur trägt. Die Frisur hat an und für sich noch nichts damit zu tun, welche Worte, Sätze, oder gar ganze Texte vorgetragen werden. Der äussere Eindruck, mit dem das Vorgetragene mimisch, gestikulierend oder in steifer Körperhaltung untermalt wird, kann aber einen grossen Einfluss darauf haben, ob die Satire als solche erkannt wird.

Ansprache zur Eröffnung des Quai Cornichon in Olten

Tagesgespräch in der Sendung Rendez-vous vom 22. November 2016 auf Radio SRF 1 zum Thema "Armut in der Schweiz".

Meine Aufgabe ist es, Ihnen auch im Namen der Regierung herzlich zum Jubiläum zu gratulieren. Das tue ich sehr gerne. Kanton und Herzstiftung können auf eine jahrelange gute Zusammenarbeit zurückblicken. Reibungslos ist das allerdings nicht immer gegangen. Ich kann mich erinnern, dass es am Anfang der Zusammenarbeit mit der Gebäudeversicherung und den Feuerwehren im Rahmen des Herznotfall-Projektes zu einem regen Briefwechsel gekommen ist. In den Briefen sind zwar einige Nettigkeiten ausgetauscht worden. Trotzdem würde ich rückblickend nicht von Liebesbriefen sprechen. Es hat zuerst ernsthafte Annäherungsversuche gebraucht, bis sich beide Seiten über dieses Projekt verbunden haben. Das ist meiner Meinung nach aber nichts Besonderes, wenn Pioniere aufeinandertreffen.

Ansprache an der Jubiläumsfeier 25 Jahre Herzstiftung Olten

Heute wird zum 7. Mal der Solothurner Sozialstern verliehen. Im Kanton Solothurn wird ja jedes Jahr im September auch der Sozialpreis verliehen. Manchmal ist auch der jeweils im Januar verliehene Unternehmerpreis ein Sozialpreis. Dann nämlich, wenn er an eine soziale Institution geht, wie dies im Jahr 2016 mit der Verleihung an das Blumenhaus Buchegg geschehen ist. Der Solothurner Sozialstern ist dabei etwas Besonderes. Er wird an Firmen verliehen, die sich für die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung engagieren.

Ansprache an der Preisverleihung des Solothurner Sozialsterns vom 9. November 2016 in Solothurn

Das Alterszentrum am Weinberg, als Teil der Stiftung Alterssiedlung Grenchen feiert seinen 25. Geburtstag mit einem Fest. Wenn ich das Programm anschaue, dann wird für jung und alt etwas geboten. Das soll auch so sein. Feste soll man feiern, wenn sie fallen.

Grusswort zum Jubiläum „25 Jahre Alterszentrum am Weinberg“ vom 3. September 2016 in Grenchen

An der 1. Augustfeier in diesem Jahr hier in Grenchen habe ich gesagt, dass die Regierung immer kommt, wenn es geht, wenn sie nach Grenchen eingeladen ist. Wir würden unter allen Umständen vermeiden wollen, dass Grenchnerinnen und Grenchner sich politisch abgelegen fühlen würden. Als ich meine 1. Augustrede geschrieben habe, habe ich natürlich gewusst, dass ich bereits anfangs September zwei Jubiläumstermine am gleichen Tag in Grenchen wahrnehmen werde; und sogar die ganze Regierung in der gleichen Woche eine auswärtige Sitzung im Velodrome abhalten wird. Die einen, die für sich gedacht haben, den sehen wir nie wieder, oder, die sich vielleicht ein Wiedersehen gar nicht gewünscht haben, muss ich deshalb tief enttäuschen. Ich bitte ausdrücklich um Entschuldigung dafür, dass die Politik hält, was sie verspricht.

Grusswort anlässlich des 20-Jahre-Jubiläums der Stiftung Schmelzi vom 3. September 2016 in Grenchen

Ich begrüsse Sie alle herzlich hier in Solothurn. Die Solothurner Regierung freut sich sehr darüber, dass Johnson & Johnson hier am Sitz der DePuy Synthes in Zuchwil diesen ersten Medtech Day durchführt. Am Jurasüdfuss hat sich in den letzten Jahren im Bereich Medizinaltechnik einiges getan. Viele Firmen haben Fuss gefasst und sind hier ansässig geworden. Wir sind natürlich froh darüber und freuen uns, wenn Sie sich die Füsse hier weiterhin vertreten werden. Wir haben auch nicht vor, Ihnen auf die Füsse zu treten. Im Gegenteil, wir werden versuchen, die künftigen Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

Grusswort am 1. Medtech Day Johnson & Johnson vom 1. September 2016 in Zuchwil

Integration ist ein Begriff, der viele Facetten hat. Öffentliche Meinung und Realität sind manchmal zwei Paar Schuhe. So auch in diesem Bereich. Haben Sie gewusst, dass von allen Personen, die wir nach Gesetz zu integrieren haben, nicht einmal jeder Fünfte ein Flüchtling ist? Die grosse Mehrheit kommt nämlich aus Europa. Zwischen Europa und dem Nahen Osten oder Nordafrika liegen ein paar Kilometer. Kulturell sind es oft Welten. Integration ist darum etwas Individuelles. Wer heute eine Integrationsschablone erwartet, wird enttäuscht werden. Es gibt sie nicht.

Begrüssung am Integrationstag vom 26. August 2016 im Stadttheater Olten