Ich begrüsse Sie im Namen der Regierung herzlich zur diesjährigen Preisverleihung. Ich muss Ihnen gestehen: Mir ist ein bisschen "Gschmuech" geworden, als ich gesehen habe, dass das Kuratorium so viele Preisträgerinnen und Preisträger aus dem unteren Kantonsteil vorgeschlagen hat. Und noch dazu: Einige, die in Olten wohnen. Es könnte der Verdacht aufkommen, der Landammann hätte übersteuert. Ich bin dann sofort ins Archiv gestiegen und habe nachgeschaut, ob die Ausgewogenheit in den letzten Jahren gewahrt gewesen ist und bin total erleichtert gewesen. Man kann dem Kuratorium und uns nichts vorwerfen. Wir geben keinen Anlass für eine Neiddebatte. Das wäre auch das Letzte gewesen, das wir gewollt hätten.

Ansprache an der Kunst- und Kulturpreisverleihung in Solothurn vom 17. November 2014

Ich freue mich sehr, dass Sie heute alle so zahlreich gekommen sind. Der Altersdurchschnitt hier im Kantonsratssaal ist durch Ihre Einsitznahme drastisch gesunken. Ihr habt gemerkt, ich habe nicht gesagt, das freut mich. Als Regierungsrat muss man in solchen Dingen vorsichtig sein und jedes Wort auf die Goldwaage legen. Es könnt einem sonst so ausgelegt werden, dass ich der Auffassung sei, dem Kantonsparlament täte eine Verjüngungskur gut. Es gibt zwar nur wenig richtig junge Parlamentsmitglieder -und möglicherweise sind die für Sie schon verdächtig, weil sie schon Richtung dreissig gehen - viel wichtiger ist in der Demokratie, dass die ganze Bevölkerung angemessen repräsentiert ist.

Schlussansprache am Jugendpolittag in Solothurn vom 12. November 2014

Als ich im Jahr 1966 die erste Klasse in Trimbach bei Fräulein Fürst besucht habe, da hat es keine Noten in Form von Zahlen gegeben. Unter dem Text oder den gelösten Rechnungen hat es ein "gut" oder "sehr gut" und manchmal auch etwas weniger Erfreuliches gegeben. Wenn man besonders schön geschrieben hat oder besonders fleissig gewesen ist, dann hat‘s zusätzlich noch ein Blümchen, einen Marienkäfer oder ein Sternchen gegeben. Wir sind dann besonders stolz gewesen.

Ansprache an der Verleihung des Solothurner Sozialsterns vom 5.11.2014

Man kann einen Tennisball aufschlagen, ein Ei aufschlagen und ein Buch aufschlagen. Für das Erste muss man Tennis spielen können und sportlich sein. Für das Zweite sollte man kochen können. Um ein Buch aufzuschlagen, muss man grundsätzlich nichts können. Man kann es in den Händen drehen, schauen, ob es schön ist und ob es vielleicht riecht. Es ist die Zweckbestimmung des Buches, dass man es ergreift, sieht und liest.

Grussworte am Eröffnungsabend der Oltner Buchmesse vom 29.10.2014

Ich begrüsse Euch alle herzlich hier in Solothurn. Die meisten Redner würden jetzt sagen: in der schönsten Stadt der Schweiz. Ich sage, in einer der schönsten Städte der Schweiz, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass schon zu Beginn Eurer Versammlung der Lokalpatriotismus das Zepter übernimmt. Es würde auch nicht mit dem Bild übereinstimmen, das Solothurn sonst abgibt. Die Stadt beherbergt ja die Film- und Literaturtage. Beide zeichnen Bilder, die weit über die Schweiz hinausreichen. Auf der anderen Aareseite befindet sich auch die älteste Genossenschaftsbeiz der Schweiz, das Kreuz. Solothurn ist also eine offene Stadt, in der auch gesellschaftspolitisch so einiges abgeht.

Grussworte an der DV der JUSO in Solothurn vom 18.10.2014

Ich freue mich, heute insgesamt 8, eine Polizistin und 7 Polizisten, fünf davon in der Kantonspolizei Solothurn, einer in der Stadtpolizei Solothurn und zwei in Grenchen willkommen zu heissen. Für das Korps hat die Feier heute eine besondere Ambiance. Am letzten Dienstag haben wir den stellvertretenden Kommandanten der Kantonspolizei, Oberstleutnant Hans Rudolf von Rohr nach 36 Dienstjahren verabschiedet. Heute brevetieren wir neue Korpsangehörige, die dem Polizeidienst, vielleicht nicht ganz, aber hoffentlich fast so lange erhalten bleiben werden. Wenn Ihr wissen wollt, wie Mann und Frau das schaffen, dann hat Hans sicher ein Ohr für Sie. Er gilt als beinahe unschlagbarer Motivator und Optimist. Sie müssen einfach pressieren. Hans ist nur noch bis Mitte nächster Woche verfügbar.

Ansprache an der Brevetierungsfeier in Solothurn 19. September 2014

Vieles beginnt zuerst einmal im Kleinen. Damals, am 26. August 1964 hat die Gründungsversammlung des Vereins Eingliederungswerkstatt für Behinderte in Oensingen stattgefunden. Erst im Jahr 1975, nach anhaltendem Wachstum, ist der Verein der Grösse entsprechend dann in eine Genossenschaft umgewandelt worden.

Kurzansprache anlässlich 50-Jahr-Jubiläum VEBO 18. September 2014

Als ich am 2. August 2005 die Amtsgeschäfte von meinem Vorgänger Rolf Ritschard übernommen habe, ist bei den sieben dünnen Plastikmäppli eines darunter gewesen, das mit KAPO angeschrieben gewesen ist. Die Amtsübergabe hat übrigens etwa eine Dreiviertelstunde gedauert und damit geendet, dass Rolf gesagt hat: „I säge nid meh, Du machsch es jo sowieso, wie Du wotsch“. In diesem Mäppli hat sich ein Blatt gefunden, auf dem gestanden ist: Nachfolge Kommandant Martin Jäggi: Mit dem stellvertretenden Kommandanten Hans Rudolf von Rohr sprechen. Er kann das. Als es dann soweit gewesen ist, habe ich das selbstverständlich gemacht. Darauf angesprochen hat mir Hans gesagt, er wolle und könne das nicht. Vor allem das ständige Auftreten nach aussen liege ihm nicht. Er wolle seinen Job machen. Der gefalle ihm sehr gut. Er hat mir später dann aber auch ans Herz gelegt, den im Vorfeld der Euro 08 bestimmten zweiten stellvertretenden Kommandanten Thomas Zuber, der Regierung zum neuen KAPO-Kommandanten vorzuschlagen. Er werde natürlich auch mit anderen Bewerbern gut zusammenarbeiten können, bevorzuge es aber, wenn die eigenen guten Kräfte im Korps nach Kräften gefördert würden. Entschieden habe ich später dann nach einem aufwändigen Selektionsverfahren selbstverständlich eigenständig. Dein uneigennütziger Support hat bei mir aber deutliche Sympathiespuren hinterlassen.

Verabschiedung des stellvertretenden Kommandanten der KAPO Solothurn Hans Rudolf von Rohr vom 16. September 2014 im Museum Blumenstein Solothurn

Ich begrüsse Sie im Namen des Regierungsrates herzlich zur Sozialpreisverleihung 2014. Es ist die insgesamt 8. Preisverleihung. Sie beschert uns einen neuen Jurypräsidenten, Hans-Peter Berger, Gemeindepräsident aus Langendorf. Ich danke ihm für seine Bereitschaft mitzutun. Unter seiner Leitung hat die Jury, die auch sonst neue Gesichter aufweist, wiederum überzeugende Nominationen vorgenommen. Deren Berechtigung hat in der Regierung wie immer Anlass zu anregenden Diskussionen, aber nicht zu Zweifeln gegeben. Darüber bin ich sehr froh. Es gibt nämlich nichts Unangenehmeres, als der von der Regierung gewählten Jury zu erklären, die Regierung hätte sich selbst zur Jury gemacht.

Kurzansprache an der Sozialpreisverleihung des Kantons Solothurn vom 11.9.2014