Die Welt ist rosarot

Ansprache an der Kantonsratspräsidentenfeier für Ernst Zingg in Olten 10. Dezember 2014

Geschätzte Gäste
Lieber Peter (Brotschi)
Zuerst danke ich Dir im Namen der Regierung herzlich für Dein Wirken im vergangenen Jahr. Wir haben besonders geschätzt, dass Du uns, obwohl Du in unserem Rücken sitzt, nie in den Rücken gefallen bist. Wir sind nämlich mit der neuen präzisen Abstimmungsanlage jederzeit im Bild, wie das Kantonsratspräsidium abstimmt. Das Präsidium steht so unter scharfer Beobachtung der Regierung. Ihr könnt Euch sicher noch an das Jahr 2012 erinnern. Der ehemalige Parlamentspräsident Claude Belart hatte damals, noch unter altem Zählregime mit hoher Schätzgenauigkeit, gerade zwei Mal einen Stichentscheid am gleichen Sitzungstag treffen müssen. Beim ersten Mal hat er erklärt, dass er traditionsgemäss der Regierung folge. Beim zweiten Mal, als er dann anderer Meinung gewesen ist und auch anders gestimmt hat, ist er dann in Erklärungsnotstand gekommen. Wir haben das dann, wie immer, sportlich genommen. In der Zwischenzeit haben wir stark an der Akzeptanz unserer Vorlagen gearbeitet. Natürlich vor allem mit dem Ziel, vorsorglich Pattsituationen zu vermeiden, um den höchsten Politiker, bzw. die höchste Politikerin im Kanton, die ja für alle da sein müssen, nicht solchen ungebührlichen Loyalitätskonflikten auszusetzen.
Dein Verdienst, lieber Peter, liegt darin, dass Du uns klimatisch bei diesem Vorhaben stark geholfen hast. Wenn ich mich richtig erinnere, so sind in den letzten Monaten einige Anträge der Regierung sogar ohne Gegenstimmen durch den Rat gegangen. Das ist natürlich viel mehr als wir erwartet haben, vielleicht sogar zuviel des Guten. Das macht uns eher etwas vorsichtig für die Zukunft. Jedenfalls geben wir uns Mühe, den Kopf darum nicht etwa höher zu tragen. Damit nicht plötzlich das Bedürfnis entsteht, uns im Gegenzug einen Kopf kleiner zu machen.
Im Gegenteil, wie Ihr dem Votum des Bildungsdirektors heute Morgen bei der Abstimmung zum Mittelschulgesetz habt entnehmen können, sind wir dankbar für jeden grünen Punkt, der auf der Anzeigetafel aufleuchtet.
Wir haben Dich auch in bester Erinnerung als Repräsentant des Kantons Solothurn an den vielen Anlässen, an denen Du teilgenommen hast. Nicht nur der Kanton, sondern auch die Stadt Grenchen hat von Deiner unermüdlichen Präsenz profitieren können. Persönlich besonders präsent bleibt mir natürlich die Sportpreisfeier 2014. Wir haben ja am gleichen Tag Geburtstag und haben dort zusammen anstossen können.
Im Namen der Regierung danke ich Dir für Dein grosses Engagement im Präsidialjahr.