Es ist mir eine besondere Freude da und heute ein paar Worte zur Einweihung des Otto-Stich-Platzes zu sagen. Otto Stich ist kein Freund langer und bedeutungsschwangerer Reden gewesen. Pathos ist ihm offensichtlich ein Gräuel gewesen. Jedenfalls gibt dies bereits der Titel seiner Biografie:“ Ich blieb einfach einfach“ zu erkennen. Für mich heisst das heute: Setze Dich ja nicht in Szene, bleibe kurz und versuche nicht, die Welt mit besonders gescheiten Sätzen langfädig zu überziehen. Es geht auch mit ein paar Stichworten.

Ansprache zur Einweihung des Otto-Stich-Platzes in Dornach vom 27. Juni 2015

Ich bedanke mich herzlich für die Einladung zu Ihrer Jubiläumsgeneralversammlung. Warum man 111 Jahre feiert, ist nicht auf den ersten Blick klar. Vielleicht, weil es eine schöne Schnapszahl ist? Vielleicht wegen der besonderen Affinität der Solothurnerinnen und Solothurner zur Zahl 11? Vielleicht aber auch nur deswegen, weil es zwischen dem 100sten und dem 125sten zu lange dauert, damit ein Maximum an Leuten zwei Mal feiern können. Die Regierung haben Sie damit jedoch in eine Zwickmühle gebracht. Wir kommen nach unseren Repräsentationsrichtlinien obligatorisch zum 100sten, vorausgesetzt, man lädt uns ein, - danach zu jedem weiteren Vierteljahrhundert. Zum 111ten ist nichts im Reglement gestanden. Ich habe es vermieden, darüber eine Grundsatzdebatte im Gesamtregierungsrat zu führen. Womöglich wäre man dann zum Schluss gekommen, eine Teilnahme meinerseits zum 111ten käme reglementarisch nicht in Frage, weil sonst alle anderen Organisationen dies für sich auch reklamieren könnten.

Grusswort an der 111. Jahresversammlung der Lungenliga Solothurn vom 25. Juni 2015 in Solothurn

Ich begrüsse Sie herzlich hier im Kanton Solothurn und bedanke mich bei den Veranstalterinnen und Veranstaltern genau so herzlich für die Einladung an die Nachmittagsveranstaltung Ihrer diesjährigen Delegiertenversammlung. Ich weiss nicht, ob Sie vorher genau abgeklärt haben, ob ich für ein Grusswort in Ihrem Kreis auch wirklich etwas tauge. Jedenfalls haben Sie ein Risiko auf sich genommen. Politikerinnen und Politiker sind ja speziell suchtgefährdet, weil sie an Unmengen von Anlässen grosszügig bewirtet werden. Ich muss Ihnen ganz ehrlich gestehen, ich tauge nicht zur Abstinenz. Ein gutes Glas Wein zu einem gutem Essen schätze ich dafür zu sehr. Dafür ist Ihr Präsident, Nationalrat Philipp Hadorn absolut fehlerfrei.

Grusswort an der Delegiertenversammlung des Blauen Kreuzes vom 20. Juni 2015 in Solothurn

An der letzten Jahreskonferenz in Zürich habe ich ja viele überrascht, als ich gesagt habe, dass mein Heimatort im Kanton Zürich liegt. Mario Fehr hat daraus, angelehnt an ein weitaus berühmteres Zitat, ungefragt ein Coming-out meinerseits gemacht und mir ein "ich bin ein Zürcher" in den Mund gelegt.

Ansprache an der Jahreskonferenz der Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren vom 21. Mai 2015 in Thun

Die Kantone haben die Verantwortung und die Pflicht, die Spitalversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Dabei ist klar, dass wir als Nicht-Universitätskanton im Kanton Solothurn nicht das ganze Spektrum der medizinisch erforderlichen Spitalleistungen anbieten können. Eine qualitative Grenze bildet dabei einerseits die hochspezialisierte Medizin, andererseits aber auch eine gewisse Angebotsbündelung in den einzelnen Versorgungsregionen für Leistungen, die über die erweiterte Grundversorgung hinausgehen.

Ansprache am Spatenstich zum Neubau Bürgerspital Solothurn vom 29. April 2015 in Solothurn

Gewalt verursacht körperliches sowie psychisches Leiden und ist Ursprung einer Vielzahl sozialer Probleme. Gewalt bewegt, macht betroffen und belastet alle. Gewalt hat keinen Nutzen, sondern richtet Schaden an. Besonders gross ist dieser, wenn Gewalt dort erfahren wird, wo man eigentlich Geborgenheit und Sicherheit erleben sollte: nämlich Zuhause.

Ansprache an der Eröffnung der Ausstellung „Willkommen Zuhause“ vom 27. April 2015 in Solothurn

Wir haben es letzte Woche über alle Medienkanäle sehen, hören und lesen können. Die Kriminalität in der Schweiz ist insgesamt zurückgegangen. Auch in unserem Kanton. So, wie letztes Jahr auch schon. Das gibt mir für heute die Gelegenheit, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kantonspolizei für ihre Arbeit ein dickes Lob auszusprechen.

Ansprache an der Brevetierungsfeier der Polizeianwärterinnen und –anwärter vom 30. März 2015 in Solothurn

Geschätzte Gäste
Lieber Peter (Brotschi)
Zuerst danke ich Dir im Namen der Regierung herzlich für Dein Wirken im vergangenen Jahr. Wir haben besonders geschätzt, dass Du uns, obwohl Du in unserem Rücken sitzt, nie in den Rücken gefallen bist. Wir sind nämlich mit der neuen präzisen Abstimmungsanlage jederzeit im Bild, wie das Kantonsratspräsidium abstimmt. Das Präsidium steht so unter scharfer Beobachtung der Regierung.

Ansprache an der Kantonsratspräsidentenfeier für Ernst Zingg in Olten 10. Dezember 2014

Je vous souhaite cordialement la bienvenue à Soleure. Benvenuti nel cantone di soletta. Cordial bainvegni a Soletta. Ich begrüsse Sie herzlich hier in Solothurn.
Solothurn ist für zwei Tage Föderalismushauptstadt. Das freut uns sehr. Das Konferenzthema ist mit dem Titel überschrieben: Was trägt der Föderalismus zum Zusammenhalt und zur Solidarität bei? Zuerst wird das Konferenzthema ganz klassisch, aber hochkarätig aus historischer, verfassungsrechtlicher, Bundes- und Kantonssicht erörtert. Dazu dürfen wir Frau Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Vorsteherin des EJPD, Hüterin der Bundesverfassung und des Rechtsstaates herzlich willkommen heissen.

Grussworte an der 4. Nationalen Förderalismuskonferenz in Solothurn vom 27./28.11.2014